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Die Bucketlist und warum ich keine habe

Immer häufiger lese ich auf Instagram und Blogs Beiträge zu „Bucketlists“, „Löffelchenlisten“ oder wie man sie sonst so bezeichnet. Fast genauso häufig werde ich bezüglich meiner Bucketlist getagt. Die Wahrheit ist allerdings, dass ich gar keine Liste für Dinge, die ich gesehen oder erlebt haben möchte, (mehr) führe.

Wie das Wörtchen „mehr“ vermuten lässt, war das allerdings nicht immer so. Wie kam es also dazu, dass ich keine solche Liste mehr habe? Völlige Desillusionierung? Alles erreicht und bereit für die Kiste?

Nein, so ist es dann doch nicht. Allgemein bin ich einfach kein Mensch, der Träumen hinterher jagt. Klar, setzt man sich Ziele, aber viel zu oft hat mich die Realität eingeholt und eines Besseren belehrt. Je mehr ich etwas verfolgt habe, umso heftiger kam alles anders. Oft ging das Ganze mit einer gewissen Wehmut und Enttäuschung einher. Irgendwann wusste ich auch nicht mehr genau, was ich wirklich will oder was mich konkret enttäuscht hat bzw warum überhaupt.

Andererseits hatte sich meine Einstellung zu vielen Dingen gerade mit Mitte 20 auch grundlegend geändert. Vieles was mir mit 18, 22 oder 22 noch so wichtig vor kam, interessierte mich schlicht nicht mehr oder verlor deutlich an Priorität und Aktualität. Fakt ist aber, dass ich jetzt – heute – an dem Punkt, an dem ich gerade im Moment stehe, wirklich zufrieden mit allem bin, was ich bisher erlebt und erreicht habe. Ich kann reinen Gewissens und frei von der Leber weg sagen, dass ich wirklich, wirklich glücklich bin. Vieles von den Dingen, die ich getan habe, waren spontan, völlig ungeplant und standen auf keiner Liste, dennoch bereicherten sie mein Leben und meine Entwicklung ungemein.

Auch, wenn ich kein Mensch bin, der völlig planlos durch’s Leben geht, sich keine Sorgen um später macht oder nicht vorsorgt, lebe ich heute doch mehr in der Gegenwart als in einer etwaigen Zukunft mit einer voll gestopften Liste an Dingen, die es abzuarbeiten gilt. Statt meinen Fokus auf eine Liste mit Zielen und Träumen zu lenken, habe ich mich für das Jetzt geöffnet, nutze Chancen, die sich mir teils unerwartet bieten und nehme mit, was ich kriegen kann. Freilich mag sich das nicht zwangsweise ausschließen, für mich lebt es sich ohne Liste allerdings deutlich entspannter und meine Fühler sind frei für alles, was die Zukunft so bringt.

Stattdessen würde mich von Euch nicht interessieren, was auf Euren Listen steht, sondern was ihr bisher erreicht habt (völlig losgelöst davon, ob es geplant oder unerwartet kam). Was macht Euer Leben lebenswert? Was hat Euch geprägt, bereichert oder einfach unfassbar Spaß gemacht? Auf was seid ihr Stolz und mit was hättet ihr nie gerechnet? Ich freu mich auf Eure Stories!

xx -S.

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