Beauty Lifestyle

Wie bekomme ich wieder schöne und lange Haare?

Salut meine Lieben,

diejenigen von Euch, die mich kennen, kennen auch meine Haare und werden diesen Beitrag vielleicht nicht verstehen. Nicht selten höre ich früher oder später Sätze wie: „Deine Haare sind so schön!“ oder „Ich wünschte ich hätte so viel Volumen!“. Die traurige Wahrheit ist allerdings, dass meine geliebten Fusselchen eine ganze Zeit lang kaputt waren und damit meine ich nicht irgendwie kaputt, sondern so richtig.

 

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Von Natur aus, hatte ich eigentlich blauschwarze Haare, von der Struktur her dieses typische Asia-Haar – lang, glatt, seidig. Dazu waren sie kräftig und gingen mir bis zum Po. Zu dem Zeitpunkt stellte ich dann durch „gesellschaftlichen Druck in der Schule“ leider meine Waschroutine von 1-2x die Woche auf 1x am Tag um. Der Anfang vom Ende. Ehe ich mich versah, wurden sie immer spröder, schmissen ungleichmäßig Locken, brachen ab. Kurz: was ich da auf dem Kopf hatte, erinnerte stark an eine Filzlaus oder ein von Ratten abgenagtes Irgendwas. Ich lies sind dann schneiden, was auch nicht wirklich Besserung brachte und meine erste Pille gab ihnen dann letztlich den Rest.

Zunehmend Frizz geplagt beschloss ich dann, dem Ganzen ein Ende zu setzen und bekam glücklicherweise auch die Kurve. Wie ich das gemacht, was ich geändert habe und wie das ganze heute aussieht möchte ich deshalb mit Euch teilen.

Waschroutine

Eigentlich ganz simpel. Hört auf Eure Haare zu oft zu waschen. Es mag hart sein, die Haare ausfettet zu lassen, aber es lohnt sich ungemein. Bei manchen wird es länger dauern, bei anderen weniger, aber danach werden sie definitiv nicht mehr so schnell fettig. Haltet durch, schaut, dass ihr die Zeit auf Ferien legt oder schaut nach geeigneten Frisuren bei denen ein fettiger Ansatz nicht so sehr auffällt. Bei mir hatte sich gleich nach der ersten Woche eine deutliche Besserung eingestellt. Wenn’s hart auf hart kommt ist Trockenshampoo eine gute Möglichkeit zu tricksen, nur nicht zu oft verwenden, weil das die Kopfhaut ebenfalls austrocknet und zur Talgproduktion anregt.

Sport ist gerade im Sommer freilich dann ein Thema. Meist richte ich extrem anstrengende Aktivitäten danach, wann die nächste Wäsche fällig wäre, also 2x die Woche. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, wasche ich meine Haare natürlich sonst auch mal zwischendurch. Viele spülen ihre Haare aber auch einfach zwischendurch mit warmem Wasser aus.

Ernährung

Ein wichtiger Punkt ist auch die Ernährung. Schaut, dass ihr Euch ausgewogen und gesund ernährt und Euch keine wichtigen Bausteine fehlen. Bevor ihr Präparate nehmt, lasst Euch allerdings durchchecken, auch Vitamine und Mineralstoffe sind nicht völlig unbedenklich überdosiert. Deshalb rate ich Euch von Präparaten, wie sie gern von Instagramsternchen und Bloggern beworben werden dringend ab, wenn ihr Euch ohnehin gesund und vitaminreich ernährt. Es gibt auch eine Reihe Pflanzen, die Haarwachstum unterstützen, beispielsweise Ingwer, Brennnessel oder Kamille. Ich trinke meist 1-2 Liter Tee davon am Tag aktuell. Natürlich kann man mit Kamillentee auch die Haare spülen, vergesst jedoch nicht, dass Haare „tot“ sind und sich die Hauptsache von innen abspielt, während sie noch wachsen. Glaubt nicht zu vielen Bloggern, die Euch weiß machen wollen, ihre kompletten Haare hätten sich durch Tabletten bis in die Spitzen geändert. Das ist absoluter Humbug und gar nicht möglich.

Persönlich hilft mir auch Ei von innen wie auch außen, was ich direkt an nachwachsenden Haaren und Nägeln sehe (Glanz, Festigkeit, Farbe).

Lichtschutzfaktor und Hitzeschutz

Ein weiterer Punkt ist der Schutz vor Licht und Hitze, um Eure Haare nicht unnötig auszutrocknen. Vermeidet allerdings die Haare Lufttrocknen zu lassen, da diese dadurch zu lange aufquellen. Verwendet lieber einen leistungsstarken Föhn und pustet so schnell auf niedriger Hitzestufe die Feuchtigkeit aus den Haaren. Ich verwende zusätzlich ein Hitzespray und im Sommer häufig einen Hut.

Produkte

Hier verwende ich mittlerweile Produkte mit Keratin und ohne Silikone. Dazu gibt es die unterschiedlichsten Einstellungen, auf die ich im Detail nicht eingehen möchte. Ich persönlich bin aber kein Silikon-Nazi. Jedes Haar reagiert unterschiedlich auf Produkte und man muss unter Umständen etwas experimentieren, bis man das Richtige gefunden hat. Allerdings vermeide ich zu viele Produkte zu verwenden. Dinge wie Haarspray, Schaumfertiger uÄ habe ich komplett aus meinem Schrank verbannt. Ich habe außerdem festgestellt, dass meine Haare mit einer Keratin Sprühkur deutlich weniger anfällig für Frizz sind, als ohne.

Außerdem mache ich regelmäßig eine Kur oder verwende Haaröl, gern auch vor einer Wäsche etwas großzügiger.

Werkzeug

Die richtige Bürste kann zudem helfen, Haare ohne Beschädigung zu entknoten. Viele Bürsten reizen die Haare oder spalten diese durch harte, scharfe Kanten. Ich verwende deshalb meist einen Tangle Teezer.

Bei Haargummis achte ich darauf, dass sie kein Metallteilchen haben, indem sich Haare verfangen können. Aktuell nutze ich meist Invisibobbles, da dadurch die Haare immer unterschiedlich belastet werden und nicht knicken. Übrigens: Wenn diese ausleiern, einfach in heißes Wasser schmeißen und sie ziehen sich wieder zusammen.

Nach Möglichkeit verzichte ich zudem auf ein Glätteisen. Stattdessen verwende ich lieber einen Hair Styler (Grundig) mit Keramik-Rundbürste, wenn’s mal richtig glatt werden soll.  Dadurch hat sich auch mein Spliss deutlich reduziert.

Schnitt

Auch hier gibt es unterschiedliche Ansätze. Die einen raten zum Radikalschnitt, um Spliss restlos auszumerzen, die anderen sagen, man solle die Haare bloß nicht zu oft schneiden, sonst würden sie nicht mehr lang.

Meine Erfahrungen mit den meisten Friseuren und Spitzenschneiden haben bei mir leider eine nicht gerade dezente Phobie vor Friseursalons ausgelöst. Deshalb schneide ich meine Spitzen in liebevoller Fleißarbeit selbst, mit großer Schüssel auf dem Sofa. Wichtig dabei: keine herkömmliche Schere verwenden. Damit quetscht ihr nur das Haar und produziert dadurch neuen Spliss. Haarschneidscheren gibt’s zB auf Amazon. Alternativ bieten viele Frisöre auch die „Heiße Schere“ an, bei der quasi nur abstehende Spitzen abgeschnitten werden und das Haar zudem verödet wird.

Ein Radikalschnitt hat mir persönlich auch wirklich geholfen, ist allerdings auch nur so gut, wie die direkte Nachbehandlung des Solchen. Will meinen: wenn ihr direkt danach wieder freudig glättet, habt ihr halt kurze Haare mit Spliss.

Durchblutung

Tipp meines Paps, der gelernter Frisör ist, ist auch die regelmäßige Kopfmassage mit Haarwasser. Da das natürlich die Talgproduktion anregt, mache ich das etwa einen halben Tag vor der geplanten Wäsche. Dazu nutze ich Haarwasser von Weleda und massiere es mit dem Tangle Teezer gut ein, bis meine Kopfhaut gut durchblutet ist. Relativ schnell hat man dann auch wieder neue Härchen zwischen den alten sprießen sehen.

Hormone

Hormone spielen für Haut und Haare auch eine ganz entscheidende Rolle. Natürlich möchte ich Euch nicht dazu raten, Eure Verhütung umzustellen, wenn ihr mit Eurer Pille beispielsweise glücklich seid. Persönlich war das Absetzen und Umstellen bei mir einen entscheidenden Faktor, weshalb ich nach der Erfüllung des KiWu auch nicht mehr auf eine hormonbasierte Verhütungsmethode zurückkommen möchte. Alternativen gibt es unzählige und Euer FA berät Euch diesbezüglich sicher auch gern, falls ihr einen Wechsel in Erwägung zieht.

Färben/Bleichen

Das ist jetzt kein Thema, das mich persönlich besonders tangiert, aber der Vollständigkeit halber sei es erwähnt, auch wenn ihr es natürlich wisst: heller Färben / bleichen trocknet die Haare aus. Nach Möglichkeit also vermeiden. Richtig gemacht, kann dunkler Färben allerdings helfen, da ihr dadurch mehr Pigmente ins Haar in die Haarstruktur schiebt, statt sie wie beim blondieren herauszuziehen. Färben muss demnach nicht per se schlecht sein, wenn der Färbende weiß, was er tut.

Tipp gegen Frizz

Bei Regenwetter sprühe ich meist ein bisschen Trockenshampoo ins Haar. Das saugt nicht nur Fett, sondern auch Luftfeuchtigkeit auf. So schaffe ich es dann auch nach einem Sprint zur Bahn oder bei Regenwetter mit unveränderter Frise meine Termine wahrzunehmen.

Fazit

Mittlerweile habe ich, wenn auch nicht mehr ganz so dick, doch meine glänzenden Haare zurück. Je nach Behandlung sind sie leicht gewellt, aber definitiv wieder ansehnlich und der Anblick einer Regenwolke versetzt mich auch nicht mehr in helle Panik, selbst wenn ich den Schirm mal zu Hause vergessen habe. Durch die geänderte Waschroutine bleibt auch mehr Zeit für wichtigere Dinge (Schlaaaaaaaf beispielsweise) und gerade auf Reisen oder Kurztrips kann das mehr als nur von Vorteil sein.

Ich hoffe ich konnte Euch mit dem Beitrag helfen, auch wenn der Großteil sicher schon bekannt war.

xx -S.

 

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